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Wissenszuwachs erwünscht

8. Mai 2012

Die ersten Tage der Fortbildung sind wirklich super gewesen. Ich stelle bei Gelegenheiten wie diesen immer wieder fest, wie sehr ich es eigentlich vermisse, etwas Neues zu lernen. In meinem Arbeitsalltag ist es natürlich auch oft spannend und meistens sehr schön, wenn natürlich auch anstrengend, aber was mir halt fehlt, ist ein konstanter Zuwachs an neuem Wissen. Das wird mir halt immer wieder deutlich, wenn ich Fortbildungen und Seminare besuche. Und diese sind dann leider wieder sehr kurzweilig und so ist es dann an mir, mich in meiner Freizeit noch mit weiteren Kenntnissen zu versorgen. Aus diesem Grunde habe ich zum Beispiel auch das ganzheitliche Gedächtnistraining begonnen und verfolge das jetzt schon seit knapp zwei Jahren weiterhin auf eigene Faust. Und bezahle auch die entsprechenden Seminare meist aus eigener Tasche, wenn es nicht gerade so tolle Arrangements mit unserer Heimleitung gibt, wie es halt dieses Mal der glückselige Fall ist.

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Fortbildung

2. Mai 2012

Die nächsten Tage werde ich auf einer beruflichen Fortbildung verbringen. Davon gab es schon länger keine mehr, wenn ich es recht bedenke. Ich bin in unserer Einrichtung unter anderem für die Beschäftigungstherapie zuständig und beschäftige mich im Rahmen dieser mit dem sogenannten ganzheitlichen Gedächtnistraining. Da biete ich alle paar Monate Workshops an, für die anderen Angestellten unseres Trägers, besonders für die Kollegen, die sich mit Suchtpatienten, Demenzerkrankten und dergleichen beschäftigen. Das macht mir viel Spaß, hat aber in den letzten Monaten eher dürftigen Zulauf gefunden. Jedenfalls werde ich die ersten drei Tage einer Fortbildung für den Umgang mit Aggression im Arbeitsalltag mit behinderten Menschen verbringen und im Anschluss daran noch ein Seminar für das ganzheitliche Gedächtnistraining besuchen. Das würde eigentlich in meine private Zeit fallen, aber unsere Heimleitung unterstützt mich da ganz toll und richtet es für mich so ein, dass ich es auch für unser Wohndepartment geltend machen kann.

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Domenico und ich

7. April 2012

Den gestrigen Abend habe ich mit meinem kleinen Bruder Domenico verbracht; einen gemeinsamen Abend, ohne den Rest unserer großen Bande, hatten wir nämlich auch schon länger nicht mehr. Wir waren im Kino und haben uns einen absolut unglaublich grottenschlechten Film angesehen und waren danach gemeinsam türkisch essen. Da ja bei uns konsequent Italienisch aufgetischt ist, nutzen wir dann diese kleinen Zusammenkünfte immer, um uns auch mal wieder in andere kulinarische Gebiete zu flüchten. Und das Essen war wirklich absolut großartig. Überhaupt war der Abend mit meinem kleinen Bruder so schön und noch schöner ist, dass der Junge sich endlich wieder verliebt hat, nachdem er ja vor einigen Monaten mit schwerem Herzen im Gepäck aus England zurück kam, wo er für zwei Semester studiert hat. Jetzt bin ich natürlich ganz gespannt, das Mädchen kennenzulernen, aber allzu schnell lässt er sich da auch nicht in die Karten gucken. Ist auch gut so!

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Die Familie kommt wieder zusammen

1. April 2012

Am vergangenen Wochenende haben wir mit meiner und Simons Familie nun offiziell den Bezug unserer neuen Wohnung gefeiert. Jetzt ist nämlich alles so, wie wir es haben wollen und es war an der Zeit, es auch ganz offiziell den anderen zu präsentieren. Mit einer unglaublichen Beharrlichkeit hat Simon über mehrere Wochen hinweg um einen uralten Klostertisch gefeilscht, den wir nun endlich unser Eigen nennen dürfen und er bildet nun das Herzstück unseres riesigen Esszimmers. Gemeinsam haben wir dann noch über verschiedene Ecken ein Potpourri an wunderschönen alten Stühlen zusammengetragen, ergänzt von denen, die wir bereits haben, und jetzt möchte ich am liebsten meinen Job kündigen und gar nicht mehr an dem Haus gehen. Ich möchte nur noch mit unseren Familien an diesem wunderschönen Tisch auf diesen tollen Stühlen sitzen und bei gutem Essen und tollem Wein das Leben feiern. Wirklich, ich fühle mich so beschenkt, es läuft alles so gut.

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Kornblumenblau

9. März 2012

Simon ist auch sehr happy mit unserem neuen Schlafzimmer und gemeinsam haben wir den Rest der Wohnung gestern Abend der Perfektion noch ein Stückchen näher gebracht. Da ergänzen wir uns nämlich ganz gut. Ich mag es gerne laut und temperamentvoll, mit vielen bunten Farben, durchmischt von modernen und antiken Stücken, besonders Bestandteilen aus meiner Heimat, und Simon ist da das beruhigende, ausgleichende Korrektiv. Und so ist es niemals zu viel, aber auch gerade so genug. Es macht wirklich so sehr Spaß, mit ihm zusammen zu wohnen und es ist noch kein Tag vergangen, glaube ich, an dem ich dafür nicht dankbar gewesen wäre. Ich habe so viele Freundinnen, die mit ihren Partnern zusammen wohnen, wo über dreckiges Geschirr und Socken auf dem Fußboden gestritten wird und man einander Zeit und Energie raubt, dass sich mir die Haare sträuben. Bei uns beiden ist das glücklicherweise nicht der Fall, hoffentlich auf ewig!

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Endlich angekommen

1. März 2012

Wir sind nun in der neuen Wohnung angekommen und beginnen, uns zu entfalten. Simons neue Stelle nimmt ihn natürlich jetzt in den ersten Wochen sehr in Beschlag, aber ich habe mal wieder so viele Überstunden angehäuft, dass meine Chefin mir verordnen musste, diese abzufeiern und so tobe ich mich jetzt ein wenig in unseren neuen vier Wänden aus. Die Vormieter haben die wenigen Wände, die nicht aus Glasfronten bestehen, weiß gelassen und Simon und ich waren der Farben wegen noch unschlüssig, als wir eingezogen sind und haben uns dann darauf geeinigt, dass wir im Zweifelsfall hier und da auch noch Farbe anbringen können, wenn wir bereits eingezogen sind. Das mache ich nämlich gerade, vielmehr bin ich damit beschäftigt, die Reste vom Farbfeste zu beseitigen. Unser Schlafzimmer kleidet sich nämlich jetzt in ein wunderschönes Kornblumenblau und ich weiß gar nicht, wie ich die Jahre zuvor in einer anderen Farbe schlafen konnte?

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Los geht’s!

8. Februar 2012

Meine Brüder, mein Vater und Simon sind dabei, schon die ersten Teile in die neue Wohnung zu transportieren. Das andere Pärchen ist bereits ausgezogen, auch bei denen fiel nicht so viel Renovierungsarbeit in den neuen vier Wänden an und genauso mussten wir wenig Hand in unserem neuen Domizil anlegen, weshalb halt jetzt alles erfreulich schnell von statten geht. Nur unser Arbeitsplatz, also jeweils Simons und mein Schreibtisch, unser Bett sind hier noch aufgebaut, weil wir unschlüssig waren und eigentlich der Symbolhaftigkeit noch eine letzte Nacht in dieser leeren Wohnung hier verbringen wollten. Schließlich ist das unsere erste gemeinsame Wohnung gewesen, in der wir eine wirklich rundherum gute Zeit miteinander hatten. Und sie wird mir natürlich fehlen, auch wenn ich mich natürlich genauso riesig auf die neue Wohnung freue, die um so viel größer und heller ist, als unser altes Stück hier. Aber jetzt muss ich erst einmal noch weiter klotzen.

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Umzugsvorbereitungen

1. Februar 2012

Simon und ich bereiten nun unseren Umzug vor und meine Brüder sind auch gekommen, um die schweren Möbel gemeinsam mit Simon auseinander zu schrauben und zu verpacken. Wir haben einige Antiquitäten von Simons Großmutter und das sind wirklich wunderschöne Stücke, aber allesamt aus sehr schwerem Holz und noch  mit Nägeln, Schrauben und Keilen aus Holz zusammengesetzt. Also keine schwedische Möbelproduktion, die mittels eines fingergroßen Imbusschlüssels dazu verhilft, alles wieder in Kleinteile zu zerlegen. Aber natürlich haben wir auch solche Stücke und es ist ja klar, an wen also die Aufgabe fällt, diese in ihre Bestandteile zurückzuführen und transportsicher zu verpacken. Mein Bruder Giovanni hat uns einen riesigen Ballen Luftpolsterfolie mitgebracht, den er im Lager seiner Firma abstauben konnte und der bewährt sich jetzt in jedem Fall. Kartons haben wir schon viele gepackt, das Zeug musste ja auch erst einmal raus aus Regalen und Schränken. Unglaublich, was wir alles so haben!

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Ein Mädchen!

8. Januar 2012

Alessandra hat nun doch mit der Sprache rausgerückt, dass sie ein Mädchen bekommen wird. Zumindest sei sich ihre Ärztin da so ziemlich sicher. Bei Mädchen sei das immer ein bisschen schwerer festzustellen, als bei Jungen. Mein Vater hat in die Hände geklatscht und sich gefreut. Er meinte zu Sven, dass er offenbar nicht der einzige Mann dieser Sippe sei, der gute Mädchen zeugen könne und irgendwie sind die beiden sich damit noch einmal ein Stückchen näher gekommen, habe ich den Eindruck. Der arme Sven hatte es auch nicht ganz leicht, beim Einstieg in unsere Familie. Er und Alessandra sind zwar schon seit vielen Jahren zusammen, aber sein Beruf als Psychologe hat meinen Vater immer etwas befremdet, so ja auch meine Großmutter. Ich glaube die haben immer die Befürchtung, dass Sven vielleicht am gemeinsamen Essenstisch zu tief in die Abgründe ihrer Seelen gucken könnte oder irgendeine schräge Befürchtung in dieser Richtung.

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So schnell schon fündig!

4. Januar 2012

Die Wohnung in der Nähe von Simons neuer Arbeitsstelle wird tatsächlich in Kürze unsere sein. Das Pärchen, die jetzt noch dort wohnen, ein Arbeitskollege von unserem Freund Manuel wohnt dort mit seiner schwangeren Freundin, haben sich ihrerseits ziemlich rasch nach unserer Besichtigung für ein neues Domizil am Stadtrand entschieden, wo es für die beiden und ihren Nachwuchs ein wenig größer und grüner zugehen wird und waren darüber hinaus von uns beiden als Nachmieter sehr angetan. Die die beiden sind erst vor knapp zwei Jahren in die Wohnung eingezogen, Erstbezug eines Neubaus, und dementsprechend ist alles noch tiptop in Schuss. Obwohl ich Zeit meines Lebens, oder sagen wir mal, seitdem ich von zu Hause ausgezogen bin, in Altbauten gewohnt habe und dafür eine große Leidenschaft hege, kann ich auch diesem Neubau eine Menge abgewinnen, weil die Wohnung wirklich echt riesig ist. Überall bodentiefe Fenster, eine Terrasse, wunderschöne Dielen als Bodenbelag. Herrlich!

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